SFDR 2.0
Einordnung aus Sicht der Private Markets
Christian Schütz, Managing Director und Head of Sustainable Investing bei Golding, ordnet die Vorschläge der EU im Interview aus Sicht der Private Markets ein. Seine Einschätzung: Der Reformansatz ist in seiner Zielsetzung überzeugend, greift in der aktuellen Ausgestaltung jedoch zentrale strukturelle Besonderheiten privater Märkte noch nicht ausreichend auf.
Private Equity, Private Credit, Infrastructure und andere illiquide Strategien sind durch Blind-Pool-Strukturen, mehrjährige Aufbau- und Abwicklungsphasen sowie eingeschränkte Steuerbarkeit auf NAV-Basis geprägt. Um SFDR 2.0 auch in diesen Segmenten wirksam und praktikabel umzusetzen, identifiziert Christian Schütz drei wesentliche Punkte, an denen aus Sicht der Private Markets nachgeschärft werden sollte.
Im Fokus des Interviews stehen
- die Umsetzung verbindlicher Ausschlusskriterien über den gesamten Investitionszeitraum,
- die Anwendung der 70-Prozent-Quote auf Blind-Pool-Strategien mit Investitions- und Abbauphasen sowie
- die Einschränkungen von Nachhaltigkeitsaussagen auch für Fonds, die sich ausschließlich an professionelle Investoren richten.
Der Beitrag leistet einen konstruktiven Beitrag zur aktuellen regulatorischen Diskussion und zeigt auf, wie Private Markets auch künftig eine tragende Rolle bei der Finanzierung nachhaltiger wirtschaftlicher Entwicklung spielen können – vorausgesetzt, SFDR 2.0 wird an entscheidenden Stellen praxisnah weiterentwickelt.
Das vollständige Interview ist im Januar 2026 auf ESGNews.it erschienen und liegt in deutscher und englischer Übersetzung vor.